2. März 2021

Beatboxing & Co

Seit meinem Studium hat sich in der Chormusik viel verändert. Eine der tollen Entwicklung war, dass nach einer längeren Durststrecke, in der das Chorsingen völlig uncool war, auch wieder immer mehr junge Menschen zu singen begannen, und damit verbunden viele neue Singtechniken Einzug in die Chormusik fanden: Beat-Boxing, Body-Percussion, Rap, Choreographie und vieles mehr.

Ich kann allen Dirigenten nur dringend ans Herz legen, sich mit diesen Dingen zu befassen, denn es bereichert das Chorleben ungemein. Es gibt auch bei den Chorverbänden gute Fortbildungen, dazu gibt es sehr gute Literatur und wie so oft eine Vielzahl von Videos im Internet.

Beatboxing

Beatboxing ist eine Kunst, bei der nur mit dem Mund (und einem Mikrofon) täuschend echte Schlagzeug- und andere Percussions-Instrumente erzeugt werden.

Zu Beginn der 80er-Jahre begannen Hip-Hopper auf den Straßen zu rappen. Die Beats steuerten entweder die legendären „Ghettoblastern“ (möglichst große Radiorekorder) bei oder „live“ in Form von Beatboxing.
Die Rap-Improvisationen der Beat-Boxer wurden immer professioneller, befeuert auch durch die sogenannten Battles, bei denen die Rapper und Beatboxer gegeneinander antraten und das Publikum entschied, wer der Beste ist.

Als Dirigent muss man das nicht unbedingt selbst können, aber es ist es immer gut, wenn man (zumindest theoretisch) weiß, wie es geht. Ideal ist, wenn man jemanden in seinem Chor dafür begeistern kann.
Beatboxen kann grundsätzlich jede(r), der/die etwas Rhythmusgefühl hat. Man muss etwas üben, hat aber schon nach recht kurzer Zeit ein kleines Repertoire an Rhythmen drauf und es ist für jeden A-Cappella-Chor eine echte Bereicherung (um nicht zu sagen ein Muss), einen Beatboxer in seinen Reihen zu haben.
Und um es noch einmal klar zu sagen, auch Frauen können Beatboxen, es ist dann vielleicht weniger Bass-Drum dafür mehr Snare, aber nicht besser oder schlechter.
https://www.youtube.com/watch?v=YYuUJFX8It4


Body Percussion